Neu in Chemnitz-Sonnenberg

17. Februar 2010

Kunst und Kaffee

Filed under: Uncategorized — Katharina @ 18:27

Jetzt muss ich doch endlich mal etwas über die schönen Kulturerlebnisse in dieser Stadt schreiben.
Am Sonntag Nachmittag waren wir in der Oper, der „Schmied von Gent“ von Schreker. Es ist ein in Vergessenheit geratenes Stück nach einem flämischen Motiv. Irgendwie passte die Musik von 1929 zur „Stadt der Moderne“. Und die Schmiede, das rhytmische Hammerschlagen des großen Männerchors, zur Maschinenbau-Industrie.
Ich will jetzt keine schöngeistige Rezension machen, das haben schon andere geleistet. Meine Tante aus Frankfurt, die das Kulturleben intensiver verfolgt als ich, hatte von der Inszenierung gelesen. Und da es gerade passte – das Kabarett, für das ich noch einen Gutschein als Abschiedsgeschenk habe, war am Wochenende ausverkauft – habe ich es mal mit der Theaterkasse versucht. Gleich wieder aufgelegt, weil auf der Website stand „Mo-Fr 10-18 Uhr“. Und wir fangen ja erst Samstag Nachmittag nach dem Frühstück mit solchen Planungen an. Aber siehe da, das Telefon klingelte, die Kassendame rief zurück, reservierte zwei Karten (Parkett, Reihe 7, je 20 Euro, wer’s wissen will) und so liefen wir Sonntag durch den Tunnel die zwanzig Minuten bis zur Oper. Ein kleines Haus, elegant-funktional gebaut. Ein Klima von Kulturbeflissenheit und Enthusiasmus. Auffallend viele slawische Sprachklänge waren im Foyer zu hören. Ob das an der Uhrzeit der Nachmittagsvorstellung lag? Ich werde sehen, wie es zu anderen Terminen ist.
Neben der Oper im Kunstmuseum ist eine Ausstellung, die ich mir unbedingt am kommenden Wochenende noch ansehen will. Sie handelt von der Sammlerin Rosa Schapire, die als Hamburgerin enge Beziehungen zu Chemnitz hatte. Hier steht das nicht so direkt drin, aber in Anbetracht der Tatsache, dass ihr Favorit Schmidt-Rottluff aus Chemnitz war, zu erkennen.
Nicht zu vergessen das Museum Gunzenhauser, der besondere Schatz der Kunst der letzten 83 Jahre – so alt ist der Münchener Sammler Gunzenhauser, der Chemnitz seine reichen Besitztümer geschenkt hat. Bzw. in eine Stiftung gegeben, für welche ein eigenes Museum eingerichtet wurde.
Da hängen zum Beispiel viele Werke von Gabriele Münter, die ich zuletzt in einem riesigen Menschenauflauf bei einer Ausstellung in Baden-Baden gesehen habe. Kommt nach Chemnitz, kann ich nur sagen. Das Museum ist eine Reise wert. Und der Kaffee, den die beiden Damen unten an der Kasse brauen und freundlich servieren, schmeckt köstlich.

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1 Kommentar »

  1. Nun habe ich die Herangehensweise zwar nicht so ganz kapiert, kann ja aber noch werden :-). Habt noch eine beschauliche Frühlingszeit (falls überhaupt 🙂 und viele Grüße, Reinhardt Keim

    Kommentar von Reinhardt Keim — 20. März 2010 @ 11:32 | Antwort


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