Neu in Chemnitz-Sonnenberg

7. Oktober 2010

Chemnitz mit dem Blick von außen gesehen

Filed under: Uncategorized — Katharina @ 13:55
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Als eine, die (relativ) neu hier ist, interessiere ich mich immer dafür, wie andere von außen die Stadt sehen.
Da gab es zum einen den Oliver Jungen von der FAZ. Er war zur Feier der Stadtumbenennung Anfang Juni hier und hat einen detailreichen und lustigen Artikel geschrieben. Dass er den Busbahnhof zu einer wichtigen Sehenswürdigkeit erheben will, muss ich nicht ernst nehmen. Zustimmen kann ich seiner Einschätzung, dass Chemnitz immer noch mehr Ex-DDR ist als andere Orte:

„Wenn man an „drieben“ denkt, dann denkt man an Chemnitz. Leipzig, Erfurt, Dresden, Weimar, das sind, so die Wahrnehmung vieler, erhabene deutsche Orte, an denen der Sozialismus allenfalls nagte. Doch Chemnitz, diese ehemalige „sozialistische Musterstadt“, ist irgendwie „drieben“ geblieben.“

So erkläre ich das auch öfters, wenn ich nach der Stadt gefragt werde. Und mir gefällt’s, denn ich bedauere, was ich alles versäumt habe mitzuerleben, als der Osten sich auf so spannende Weise entwickelte und ich nicht dabei war. Hier habe ich nicht so viel verpasst.
Allerdings erschien der Artikel erst im September, was im Text geschickt kaschiert wird. Na, da hat die Redaktion wohl gedacht, so heiß ist das Thema nicht, das nimmt uns niemand weg.

Zum anderen gab es das Kuratorium zur Stadtgestaltung, das ich mir von meinem Blognachbarn hatte erklären lassen hatte: „Kommt das Kuratorium?“
Seit letztem Samstag weiß ich genau, dass das Kuratorium auf den Sonnenberg war. Und nicht nur das, Prof. Nagler sagte in der Freien Presse, dass das Kuratorium sich wundere:…

“ zumindest die, die von außen kommen, dass der Stadtteil Sonnenberg keinen besseren Ruf hat. Er ist historisch gewachsen und zeigt große städtebauliche Potenziale. Er leidet sicher darunter, dass er hinter der Bahn liegt, vom Zugang zur Stadtmitte quasi abgeschnitten ist. Diese Rahmenbedingungen sollen sich aber durch den Umbau des Hauptbahnhofes verändern. Danach soll der Sonnenberg ebenso seine direkte Fußgängerverbindung zum Bahnhof und zum Zentrum erhalten wie der Brühl.“

Der Blick von außen ist also wertvoll! Hoffen wir nur, dass der Beirat auch genug gehört wird. Den Satz des Professors, er habe selbst „nicht so großen Rücklauf davon“, was aus ihren Empfehlungen werde, verstehe ich nicht. Hört sich jedenfalls nicht gut an.

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