Neu in Chemnitz-Sonnenberg

8. April 2010

Studentische Medientage an der TU

Filed under: Uncategorized — Katharina @ 10:17

Die Studis hier an der TU machen was. Sie probieren sich immer wieder in der Praxis aus, zum Beispiel habe ich gerade eine liebevolle Beschreibung unseres Lieblingsrestaurants Malula gefunden in der Website, die eine fleißige Studentin in Verbindung mit Gutscheinheften gestaltet.
Ich habe sie in die Blogroll aufgenommen, Chemnitz lebt! ist ein Titel, der mir gefällt. Nur von Gutscheinheften halte ich gar nichts. Ich würde nicht irgendwo essen gehen wollen, bloß weil ich dafür einen Gutschein habe, wenn ich nicht auch ohne Gutschein Lust dazu hätte.
Diese Studentin, die das Ausgehen für sich professionalisiert, habe ich in der XING-Liste der Teilnehmenden an den Studentischen Medientagen gefunden. Darauf bin ich gespannt.

Werbeanzeigen

30. März 2010

Chemnitz – in 20 Jahren die älteste Stadt, Hamburg die jüngste?

Filed under: Uncategorized — Katharina @ 17:45

Diesen Artikel habe ich vor meiner Reise nicht mehr gesehen, aber der Link muß unbedingt mit. Ich lebe gern in Städten der Superlative.
Ja, alle Städte altern. Alle Länder altern. Einer muss es vormachen, wie’s geht, so dass es gut wird. Ob das Chemnitz schafft? Ich helfe da gern mit. Nicht nur durch’s eigene Älterwerden. Ich finde jedenfalls nicht, dass nur bei den Jungen die Hoffnung ist. So schön der Trubel auf dem Spielplatz vor dem Haus auch ist.
Die Wahrheit ist, dass Hamburg den niedrigen Altersdurchschnitt nicht denjenigen Zuwanderern verdankt, die im Welcome-Center begrüßt werden, sondern denen, die kämpfen müssen, um bleiben zu können. Oder die schon länger da sind und ihre kinderfreundliche Kultur noch nicht abgelegt haben. Auch Hamburg hat seine Aufgaben, zum Beispiel das Schulsystem so umzugestalten, dass möglichst viele Kids einen möglichst hohen Bildungsabschluss erreichen. Und wenn sich Chemnitz dann ordentlich Mühe gibt, sie willkommen zu heißen, wollen sie vielleicht hier studieren.

26. März 2010

Neue Läden

Filed under: Uncategorized — Katharina @ 20:57

Jetzt war ich lange ganz woanders, so dass es nichts für diesen Blog zu schreiben gab. Aber kaum hat mich der Alltag wieder, mache ich weitere Entdeckungen im eigenen Stadtteil.
Der Alltag: Das ist zum einen die Steuererklärung. Gerade als ich sie ausdrucken wollte, streikte der Drucker. Die Farbpatrone war wohl fast leer und inzwischen eingetrocknet. Ich also zur Tinten-Toner-Tankstation drei Ecken weiter in der Hainstraße. Aber mit der für 10 Euro sorgfältig aufgefüllten Patrone funktionierte es nicht! Und mit einer, beim zweiten Besuch gegen „Inzahlungnahme“ der aufgefüllten, neu gekauften Patrone auch nicht! Ich erspare es uns, den Frust, das unzählige Probieren zu beschreiben. Habe ich Alexander Jope, den TTT-Shopinhaber angerufen. Ja, meinte er, am besten müsse er sich das mal ansehen, ob das denn ginge, da ich mit dem Fahrrad… Ich war so froh über das Angebot, packte das Multifunktionsgerät und radelte wieder zu dem Laden. Nach eingem Testen stellte er fest, dass der Drucker, warum auch immer, die beiden Patronen gesperrt hatte, auch die vor zwei Monaten aufgefüllte Farbpatrone, so dass ich die ersetzen müsste. Damit ich aber nicht zwei wegwerfen müsste, so meinte er, gab er mir dann die aufgefüllte schwarze wieder mit, schenkte mir noch einen Clip, der sie beim Lagern vor dem Austrocknen schützt. Und wirklich, so klappte es. Dieser tolle Service verdient ein dickes Lob!

Der Alltag: Das ist eine Woche mit schönstem Frühlingswetter. Da ich bei Schnee abgefahren war, genieße ich das völlig neue Gefühl, zum Beispiel eine Straße da zu überqueren, wo ich will, und nicht, wo es wahrscheinlich am besten ohne zu viel über Eisberge zu balancieren geht. Und Fahrradfahren, wieder schnell die Stadt zu durchqueren. Das Wetter bringt jedoch meine Baumblütenstaub-Allergie voll zum Ausbruch. Und wie schon in den kalten Wochen merke ich, dass mir meine gewohnte Lippencreme fehlt. Diese Sorte war schon in Hamburg im Naturkosmetik-Laden oft nicht zu kriegen, und hier hatte ich sie noch nirgendwo gesehen. Als ich vor einem Nachmittagstermin in Kaßberg-Nähe schon dachte, jetzt gibst du es auf und kaufst dir irgendwas, fiel mir ein Werbebanner von Betti Lue. Salbenmanufakturauf. Ich folgte dem Schild, stieß auf einen wunderbar duftenden kleinen Laden und wurde bestens versorgt. Die nette Frau, die mit Schürze aus der Salbenküche kam, erkundigte sich noch, wieso ich denn ausgerechnet jetzt, wo das Wetter endlich schön werde, ein Lippenbalsam brauchte. Und als ich den Grund erklärte, bekam ich noch zwei Probier-Lippenstifte geschenkt. „Probier“ in dem Sinne, dass die Salbenköchinnen versuchen, die Cremes in der Konsistenz hinzumixen, dass sie einen festen Stift bilden, den man nicht im Kühlschrank lagern muss. Egal, jetzt kann ich mich mit natürlichem Banane-Schokolade einreiben. Mhm!

17. Februar 2010

Kunst und Kaffee

Filed under: Uncategorized — Katharina @ 18:27

Jetzt muss ich doch endlich mal etwas über die schönen Kulturerlebnisse in dieser Stadt schreiben.
Am Sonntag Nachmittag waren wir in der Oper, der „Schmied von Gent“ von Schreker. Es ist ein in Vergessenheit geratenes Stück nach einem flämischen Motiv. Irgendwie passte die Musik von 1929 zur „Stadt der Moderne“. Und die Schmiede, das rhytmische Hammerschlagen des großen Männerchors, zur Maschinenbau-Industrie.
Ich will jetzt keine schöngeistige Rezension machen, das haben schon andere geleistet. Meine Tante aus Frankfurt, die das Kulturleben intensiver verfolgt als ich, hatte von der Inszenierung gelesen. Und da es gerade passte – das Kabarett, für das ich noch einen Gutschein als Abschiedsgeschenk habe, war am Wochenende ausverkauft – habe ich es mal mit der Theaterkasse versucht. Gleich wieder aufgelegt, weil auf der Website stand „Mo-Fr 10-18 Uhr“. Und wir fangen ja erst Samstag Nachmittag nach dem Frühstück mit solchen Planungen an. Aber siehe da, das Telefon klingelte, die Kassendame rief zurück, reservierte zwei Karten (Parkett, Reihe 7, je 20 Euro, wer’s wissen will) und so liefen wir Sonntag durch den Tunnel die zwanzig Minuten bis zur Oper. Ein kleines Haus, elegant-funktional gebaut. Ein Klima von Kulturbeflissenheit und Enthusiasmus. Auffallend viele slawische Sprachklänge waren im Foyer zu hören. Ob das an der Uhrzeit der Nachmittagsvorstellung lag? Ich werde sehen, wie es zu anderen Terminen ist.
Neben der Oper im Kunstmuseum ist eine Ausstellung, die ich mir unbedingt am kommenden Wochenende noch ansehen will. Sie handelt von der Sammlerin Rosa Schapire, die als Hamburgerin enge Beziehungen zu Chemnitz hatte. Hier steht das nicht so direkt drin, aber in Anbetracht der Tatsache, dass ihr Favorit Schmidt-Rottluff aus Chemnitz war, zu erkennen.
Nicht zu vergessen das Museum Gunzenhauser, der besondere Schatz der Kunst der letzten 83 Jahre – so alt ist der Münchener Sammler Gunzenhauser, der Chemnitz seine reichen Besitztümer geschenkt hat. Bzw. in eine Stiftung gegeben, für welche ein eigenes Museum eingerichtet wurde.
Da hängen zum Beispiel viele Werke von Gabriele Münter, die ich zuletzt in einem riesigen Menschenauflauf bei einer Ausstellung in Baden-Baden gesehen habe. Kommt nach Chemnitz, kann ich nur sagen. Das Museum ist eine Reise wert. Und der Kaffee, den die beiden Damen unten an der Kasse brauen und freundlich servieren, schmeckt köstlich.

27. Januar 2010

Gedenktag

Filed under: Uncategorized — Katharina @ 17:57

Heute Vormittag war ich zur Gedenkveranstaltung an die Befreiung von Auschwitz. Hier haben wir in direkter Nachbarschaft meines Stadtteils einen ganzen Park dafür und ein Mahnmal aus roten Porphyrtuff, dem Hausstein der Stadt.
Na gut, der Park ist ist allgemein den „Opfern des Faschismus“ gewidmet, nicht nur den in Auschwitz ermordeten.
Es ist für mich fremd, dass ein Park einen so wenig Spaß fördernden Namen trägt. Ich find’s gut. Zumal die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig in ihrer Rede auch Diskriminierung und Rassismus heute angesprochen hat, es also nicht nur ein traditioneller Anlass war.

Die Temperatur von mindestens 10 Grad minus gaben der kurzen Feier ein zusätzlich ernstes Gepräge. Vielleicht ein Vorteil dieses von dem ehemaligen Bundespräsident Roman Herzog eingeführten Termins. Zu DDR-Zeiten wurden hier in gleicher Form Kränze niedergelegt, aber das Wetter war wärmer: am 8. Mai.

13. Januar 2010

Kommt das Kuratorium?

Filed under: Uncategorized — Katharina @ 11:25

Bekommen wir am Freitag Besuch auf dem Sonnenberg? Das neue Kuratorium Stadtgestaltung will „prägende Quartiere besuchen, an denen sich Stadtentwicklung exemplarisch abbildet“. Da müssen wir doch dabei sein!

Ich überlege, zum den öffentlichen Teil der Sitzung hinzugehen. Mal sehen, was der bloggende Nachbar und Stadtentwicklungsspezialist dazu sagt.

12. Januar 2010

Frisörin doch auf dem Sonnenberg

Filed under: Uncategorized — Katharina @ 15:40
Tags:

Ich werde vertrauter mit dem Viertel und mutiger. Das merke ich daran, dass ich hier vor ein paar Tagen einen Frisörsalon fand, der mir von außen gefiel, und ich beschloss, ihm meine Haare anzuvertrauen.
Mit dem auf dem Kaßberg war ich durchaus zufrieden, aber ich hatte keine Lust, für einen weiteren Termin durch die Stadt zu fahren. Zumal ich bei dem Schnee das praktische Fahrrad stehen lasse und mit dem Bus unterwegs bin, was länger dauert.
Kurz gesagt, ich wurde nicht enttäuscht. Ein sehr geschmackvoller Salon auch von innen, vom Jugendfreund der Frisörin, einem Tischler, selbst entworfen und gebaut. Und ein guter Haarschnitt, finde ich.
Und dann bei der Plauderei die Bemerkung, dass sie zwar oft verwundert gefragt würde, wieso sie den Salon auf dem Sonnenberg habe und jetzt dort auch wohne, aber sie fühle sich hier wohl, und was hier bekrittelt würde, gäbe es auch anderswo. Wir vom Sonnenberg können bald einen Club aufmachen!

11. Januar 2010

Kultur statt Schneechaos

Filed under: Uncategorized — Katharina @ 10:18

„Reichlich Schnee, aber kein Chaos“, heißt es nach diesem Wochenende bei uns. Dafür soll es im Norden wirklich schlimm gewesen sein.
Hier schneite es zwar Schicht auf Schicht, aber als ich am Samstag Nachmittag in der Innenstadt zu Veranstaltungen ging, mehr aus Neugier. ohne zu erwarten, dass sie wirklich stattfinden, lief alles wie geplant. Die erste war das „Krippival“. Ein Festival der Krippenspiele, Jugendliche aus ganz Kirchengemeinden Sachsens reisten an und spielten, was sie zu Hause erarbeitet und in diversen Gottesdiensten schon präsentiert hatten. Jugendliche, wohlgemerkt, bzw. junge Erwachsene, nicht Kinder, die sich als Schafe oder Engel vor dem Altar drängeln. Das war echtes Schauspiel. Ich gehörte altersmäßig nicht so zur Zielgruppe und wollte nach dem ersten Stück weiter, aber es hätte sich gelohnt, bis zum Ende gegen 23 Uhr dazubleiben.
Dann schaute ich nach dem Film mit Diskussionen und Interviews aus dem Jahr 1990, der in der Neuen Sächsischen Galerie gezeigt werden sollte. Und siehe da, obwohl ich jetzt viel zu spät dran war, wurde ich doch noch in den Keller des alten Warenhauses Tietz und heutigen Kulturzentrums geführt, wo diese interessanten Filmaufnahmen gezeigt wurden.
Nur schade, dass gerade die Szenen aus Chemnitz nicht so untertitelt waren, dass man erfuhr, wer da gerade sprach. Trotzdem vermittelte es mir ein bisschen mehr ein Gefühl für diese Zeit damals.

8. Januar 2010

Schnee

Filed under: Uncategorized — Katharina @ 17:54

Seit dem Neujahrstag liegt wieder dick Schnee. Aus dem Fenster blicke ich in ein Wintermärchen, vor allem, wenn wie am Dienstag oder gestern die Sonne die Sonne scheint.

Und nun soll dies Wochenende eine weiße Schicht nachgeliefert werden. Ich war mit meinem Schlitten unterwegs durch die Kleingärten an der Humboldthöhe, um einen schweren Karton voll Kleiderspenden loszuwerden. Ein Transport mit einem der ältesten Transportmittel der Welt, zugleich ein gesunder Weg durch die Winterpracht. Seit einigen Stunden trudeln weiße Flocken vom Himmel. So grau wie er ist, kann man einiges erwarten.

Bei Twitter ist die Suche nach Stichwort „Schnee“ ergiebig. Manche (vor allem da, wo es noch nicht schneit) kritisieren, dass die Medien das Thema aufbauschen. Das kann ich mir vorstellen. In den letzten Jahren, wenn es in Hamburg mal ein paar Zentimeter Weiß gab, wurde es unter dem Stichwort „Schnee-Chaos“ sofort zum Top-Thema, und die Stadtreinigung musste stark aufpassen, gute Noten zu bekommen.

Hier ist der Schnee nicht so eine Sensation wie im Norden, wo es zur Zeit den kältesten Winter seit 13 Jahren gibt. Die Autos fahren trotzdem. Ich bin gespannt, wie lange das Weiß liegenbleibt.

23. Dezember 2009

Weihnachtsgruß aus dem Osten

Filed under: Uncategorized — Katharina @ 20:17

Jetzt ist ein in die Welt geposteter Weihnachtsgruß fällig. Statt Karten oder zusätzlich zu den Karten, die ich wie in alter Zeit mit dem Füller schreibe. Ich denke dabei an manche Leute, gerade an die, welche ich in diesem Jahr über das Internet kennengelernt habe oder mit denen ich die Verbindung durch den Blog pflege. Ich wünschen allen fröhliche Weihnachten!
Der besondere Weihnachtsschmuck des Erzgebirges hat sich hier fast überall ausgebreitet. Besonders auf den zahlreichen Weihnachtsmärkten kann man alle Arten von Holzschnitzereien studieren, aber auch im Rathaus steht eine meterhohe Pyramide.
Als ich neulich spät abends auf der Rückreise von Hamburg in Leipzig Aufenthalt hatte, nutzte ich die Stunde zu einem Streifzug durch den Weihnachtsmarkt, der dort in den weitläufigen Passagen und Hallen aufgebaut ist. Köstlich ausssehende Stollen und andere Leckereien lagen herum, aber hinter Gittern verpackt. Man hätte sich zwar was angeln können, aber das tut man ja bei fremden Leuten nicht… .
Nur mit dem Fotoapparat habe ich mir etwas eingefangen: und zwar eine Krippe, die unter hunderten anderen Holzschnitzereien „aus dem Erzgebirge“ herumstand. Aber nicht nur der Preis zeigte, dass sie noch viel weiter im Osten angefertigt worden war.

Krippe mit asiatischen Gesichtszügen

Erzgebirgische Schnitzerei, Modell China


Die Gesichter zeigen unverkennbar asiatische Züge, besonders deutlich bei den Weisen. Das fand ich lustig und klemmte die Kamera an das Gitter, bis ich die kleinen Figuren einigermaßen erfasst hatte. Wie passend, dachte ich, denn durch das Jesuskind ist Gott Mensch geworden für alle Menschen. Überall, hier im Osten Deutschlands und weiter im Osten in Asien, wo jemand frei Hand diese Figuren geschnitzt hat.
Morgen bauen wir übrigens unsere Tonkrippe auf, die mit der Aufschrift „Nativity Set“ gekauft worden war und aus Bangladesch stammt. Auch das sieht man. Also noch mal: frohe Weihnachten überall!

« Vorherige SeiteNächste Seite »

Bloggen auf WordPress.com.